• ©  Stefan Erhart

Heute keine Entlassung (2009)

Frührentner Anton Franzen hat einen Hass auf Ärzte, Krankenhäuser und das gesamte Gesundheitswesen seit seine Frau Elsa vor vier Jahren an Krebs gestorben ist und nicht gerettet werden konnte. Der ehemalige Phantombildzeichner lebt seitdem allein und wird immer kauziger und schwieriger im Umgang mit seinen Mitmenschen. Nur zu seinem Enkel Jens, ist er nett, zur Tochter Jenny ist das Verhältnis äußerst angespannt und voller unausgesprochener Vorwürfe. Als Anton an seinem 60. Geburtstag eine Herzattacke kriegt, erwacht er dort, wo er niemals hin wollte, nämlich in einem Krankenhaus. Einziger Lichtblick im „Gesundheitszentrum Maria Heimsuchung“ ist die hübsche und schlagfertige, kroatische Krankenschwester Mirjana. Anton erwischt es auf seine alten Tage mal wieder so richtig, auch wenn er sich das niemals eingestehen würde! Doch dummerweise läuft da was zwischen der Schwester und Antons behandelndem Arzt Dr. Jan Borsche. Als Anton das herausfindet, ist er beleidigt und entwickelt sich zum „Ekel von Maria Heimsuchung“ und macht (nicht nur) der Schwester das Leben schwer. Wenn er schon nicht Mirjanas Herz haben kann, dann wenigstens ihre gesamte negative Aufmerksamkeit!

Alles ändert sich als Anton Anschluss an eine Clique in der versteckten „Spielhölle“ findet und seine soziale Ader wieder entdeckt. Er freundet sich auch mit Kemal, seinem türkischen Bettnachbarn im Dreibettzimmer, an, der Anton zu einer „Charmeoffensive“ der Schwester gegenüber rät. Anton lernt sogar Kroatisch und nähert sich Mirjana an. Als das wiederum Dr. Borsche mitkriegt, will er den Patienten (und Konkurrenten!) Franzen entlassen. Nur durch die gekonnte Simulation einer erneuten Herzattacke kann Anton vorerst bleiben, doch am nächsten Tag ist seine geliebte Mirjana nicht mehr da. Ihr wurde von der Verwaltungschefin Katharina Krüger, die einen Kieker auf die aufmüpfige Schwester (und ein Auge auf Borsche geworfen) hat, fristlos gekündigt. Jetzt tut Anton alles, um die Schwester wieder zurück zu holen. Die Gelegenheit ergibt sich, als eine Preis-Jury - begleitet von Presserummel - die „Herz-Selbsthilfegruppe“ von Dr. Borsche besucht. Anton unterwandert die Gruppe, reißt die Leitung an sich und begeistert die Jury mit seinen unorthodoxen Methoden. Die Gruppe gewinnt den Preis und Anton kann nun - zu Macht und Einfluss gekommen – der kleinlauten Krüger gegenüber durchsetzen, dass Mirjana sofort zurückkommt. Auch einen „Angel-Ausflug für Herzkranke“ schlägt Anton für sich und seine Clique heraus, bei dem er und Schwester Mirjana sich etwas näher kommen. Doch am Schluss des Ausflugs bricht Kemal zusammen und Anton erfährt, dass sein neuer Freund Lungenkrebs und nicht mehr lange zu leben hat. 


Anton und Mirjana verbringen einen romantischen Abend in der „Spielhölle“ zu Zweit, doch dann kommt es zu einem großen Missverständnis zwischen beiden.

Besetzung

Peter Sattmann, Mariele Millowitsch, Ercan Durmaz, Jürgen Tarrach, Bettina Stucky, Dietrich Hollinderbäumer, Ralph Herforth, u.a

Stab

Regie
Thomas Nennstiel

Drehbuch
Anne Müller

Kamera
Reiner Lauter

Schnitt
Regina Bärtschi

Ton
Thomas Landgraeber

Musik
Karim Sebastian Elias

Szenenbild
Jost Brand-Hübner

Kostümbild
Erika Navas

Maske
Christina Wagner

Produktionsleitung
Gabriele Goiczyk

Producer
Thorsten Flassnöcker

Produzent
Elke Ried

Redaktion
Martin N. Neumann

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