• ©  Boris Laewen

Till Eulenspiegel (2014)

Ein bezaubernder Kerl ist dieser Till Eulenspiegel – charmant und witzig, ebenso wild, kaltblütig wie mutig, klug und ungebunden. Landauf, landab erzählen sich die Menschen Geschichten von seinen frechen Streichen, deren Zielscheibe und Opfer jeder werden kann. Ob Fürst, Kaufmann oder Handwerker, Bischof oder Bauer, ob Frau oder Mann – Till hat vor niemandem Angst und verschont keinen. Denn er ist frei, bindungslos, allein dem Hier und Jetzt verpflichtet.
Nur in seiner Kindheit und Jugend gab es einen Menschen, an den er sich gebunden fühlte: Kathrin, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Kaum erwachsen, lief er vor dieser einzigen wirklichen Liebe davon, ging auf eine mehr als ein Jahrzehnt andauernde Wanderschaft. Till lebte ein Leben, in dem er nur für sich selbst verantwortlich war. Dabei wurde er berühmt. Till genoss seine Tage, folgte allein seiner unwiderstehlichen Lust zu provozieren, den Menschen mit seinen unbekümmerten, tolldreisten Streichen den Spiegel vorzuhalten.
Bis ihn der Weg in die Hansestadt Lübeck führt, wo Till seine Jugendliebe Kathrin wiedersieht. Er ist überrascht, dass sie eine Tochter hat: die zehnjährige Marie. Um Kathrin zu imponieren, blamiert Till in seinem Übermut den mächtigen Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Klaas Wüllenwever, vor den versammelten Vertretern des Lübecker Rates. Wüllenwever will ihn einsperren, doch als Till – mit Hilfe von Marie – die Flucht gelingt, setzt der Bürgermeister deren Mutter fest.

Till ist da längst wieder auf Wanderschaft. Marie folgt ihm und spürt ihn auf. Er soll helfen, ihre Mutter
zu befreien, denn er trägt ja Schuld, dass sie eingesperrt wurde. Doch erst einmal müssen sie vor den Häschern Wüllenwevers fliehen, wobei Marie – anders als Till – stets die Befreiung ihrer Mutter vor Augen hat. Ihre Flucht, ihre Reise durch die mittelalterliche Welt in Deutschlands Mitte und Norden, bringt das ungleiche Paar in eine Reihe spannender, witziger, absurder Situationen, die immer
wieder in gemeinsamen Streichen enden. Der spontane, intuitive Till und die kluge, überlegte Marie verstehen und ergänzen sich bestens. Aber es entbrennen wegen Tills Unzuverlässigkeit, seinen unkontrollierten Ausschweifungen, seinem ungebrochenen Freiheitsdrang und seinem nahezu manischen Drang zum Flirten auch immer wieder Konflikte zwischen den beiden.
In Lübeck kommt es schließlich zum Kräftemessen, in dessen Verlauf auch Marie eingesperrt wird, während Till unter dem Galgen landet. Eine ausgesprochen heikle Lage für Till, Kathrin und Marie! Es sieht fast so aus, als würde Klaas Wüllenwever am Ende doch noch triumphieren ...

Besetzung

Jacob Matschenz, Anna Bederke, Devid Striesow, Peter Jordan, Jule Hermann, Sebastian Kaufmane, Katja Danowski, Hedi Kriegeskotte

Stab

Regie
Christian Theede

Drehbuch
Dieter Bongartz & Leonie Bongartz

Kamera
Felix Cramer

Schnitt
Martin Rahner

Ton
Maj-Linn Preiß

Musik
Peter W. Schmitt

Szenenbild
Thorwald Kiefel

Kostümbild
Elena Wegner

Maske
Gisela Trescher

Licht
Hubert Märkl

Casting
Nina Altrogge, Marion Haack

Produktionsleitung
Sabine Schild

Herstellungsleitung
Alexander Ferwer

Produzent
Elke Ried, Thorsten Flassnöcker

Redaktion
Ole Kampovski, Astrid Plenk

Infos

Sender
NDR/MDR für ARD

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