• ©  Susanne Dittmann

Das tapfere Schneiderlein (2008)

„An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief: "Gut Mus feil! Gut Mus feil!" …“

Das tapfere Schneiderlein ist eine David-und-Goliath-Geschichte, die mit geistreicher Leichtigkeit von einem außergewöhnlichen jungen Mann erzählt, der seinen Träumen von einem besseren, aufregenderen Leben vertraut und in die weite Welt hinaus zieht. Das Märchen ist ein Loblied auf die Aktivität, auf die Klugheit und die Lebensfreude. Die Handlung verläuft fast wie ein Road Movie: Der Held geht auf Reisen, bekommt in einer Lehr- und Wanderzeit immer schwierigere Aufgaben gestellt, bis er am Ende seinen Platz an der Sonnenseite des Lebens erobert. 



Zentrale Figur der Geschichte ist der mittellose, immer zuversichtliche Schneider David: einer, der mit Mutterwitz und intelligentem Handeln nahezu unbesiegbare Gegner bezwingt und die Welt auf den Kopf stellt. David ist, neben der Prinzessin Paula, der Einzige, der ausbricht und seine Rolle - die des armen, schwachen Schneiders – verlässt und mit der ihm eigenen Leichtigkeit über Klassen-, Standes- und anderen Schranken hinweg springt. Er macht nicht den Fehler, sich auf das zu beschränken, was gesellschaftliche Regeln ihm vorgeben, er starrt nicht auf seine Defizite und jammert darüber, er lässt sich auch nicht von anderen, die sich über seine Körpergröße oder seinen sozialen Stand als Schneider lustig machen, lähmen. 



Neben seinem parabelhaft-moralischen Gehalt ist Das tapfere Schneiderlein vor allem ein lustiges Märchen, dessen Humor wir der Konfrontation von erstarrter Gesellschaft und selbstbewusst-frecher Hauptfigur verdanken. In Davids Auseinandersetzung mit bedrohlichen Riesen und leichtgläubigen Zeitgenossen ist viel Raum für Witz und Situationskomik.

Besetzung

Kostja Ullmann, Karoline Schuch, Axel Milberg, Dirk Martens, Marleen Lohse, Udo Jolly, Jonas Hartmann, Clemens Deindl, Hannelore

Stab

Regie
Christian Theede

Drehbuch
Leonie & Dieter Bongartz

Kamera
Phillip Timme

Schnitt
Martin Rahner

Ton
Thorsten Schröder

Musik
Peter W. Schmitt

Szenenbild
Andreas Lupp

Kostümbild
Susanne Platz

Maske
Rolf Baumann

Produktionsleitung
Sabine Schild

Producer
Thorsten Flassnöcker

Produzent
Elke Ried

Redaktion
Ole Kampovski

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