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Vom Fischer und seiner Frau

2013- tvFabian Busch und Katharina Schüttler
Fabian Busch und Katharina Schüttler
Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einem alten Topfe, dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte; und er angelte und angelte. So saß er auch einst bei der Angel und sah immer in das klare Wasser hinein; und er saß und saß.
Da ging die Angel auf den Grund, tief hinunter, und als er sie heraufholte, zog er einen großen Butt heraus. Da sagte der Fisch zu ihm: "Hör' einmal, Fischer, ich bitte dich, lass mich leben, ich bin kein rechter Fisch, ich bin ein verwünschter Prinz. Was hilft es dir, wenn du mich totmachst? Ich würde dir doch nicht recht schmecken; setze mich wieder ins Wasser und lass mich schwimmen." - "Nun", sagte der Mann, "du brauchst nicht so viele Worte zu machen; einen Fisch, der sprechen kann, hätte ich so schon schwimmen lassen." Damit setzte er ihn wieder ins klare Wasser; da ging der Fisch auf den Grund und zog einen langen Streifen Blut nach sich. Nun stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in den Topf. "Mann", sagte die Frau, "hast du heute nichts gefangen?" - "Nein", sagte der Mann, "ich fing einen Fisch, der sagte, er wäre ein verwünschter Prinz, da hab' ich ihn wieder schwimmen lassen." - "Hast du dir denn nichts gewünscht?" fragte die Frau. "Nein", sagte der Mann, "was sollt' ich mir wünschen?" - "Ach", sagte die Frau, "das ist doch schlimm, hier immer so im Topfe zu wohnen; es ist eklig und stinkt. Du hättest uns doch eine kleine Hütte wünschen können. Geh' noch einmal hin und rufe ihn; sag' ihm, wir möchten gern eine kleine Hütte haben, er tut es gewiss." - "Ach", sagte der Mann, "was sollt' ich noch einmal hingehen?" - "Ei", sagte die Frau, "du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen, er tut es gewiss. Geh' gleich. hin." Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber seiner Frau nicht zuwider sein und ging hin an die See. - Als er dort ankam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte:

"Manntje' Manntje, Timpe Te,
Buttje' Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich gern will."


Pabst Ilsebill
Pabst Ilsebill

Besetzung

Fabian Busch, Katharina Schüttler, Peter Heinrich Brix, Leander Lichti, Rudolf Kowalski, Patrick Heyn, Catrin Striebeck, Alexander Simon, Ulrich Schaller, Norbert Eichstädt, Peter W. Schmitt, Jan Fedder

Stab

Regie»Christian Theede

Drehbuch»Dieter Bongartz, Leonie Bongartz

Kamera»Felix Cramer

Schnitt»Martin Rahner

Ton»Thorsten Schröder

Musik»Peter W. Schmitt

Szenenbild»Julian Augustin

Kostümbild»Elena Wegner

Maske»Gisela Trescher, Simone Rademacher

Produktionsleitung»Susanne Bergmann

Herstellungsleitung»Sabine Schild

Producer»Nina Altrogge

Produzent»Elke Ried, Thorsten Flassnöcker

Redaktion»Ole Kampovski

Infos

Sender»NDR/ ARD