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"Alles für meine Tochter" am 10. Mai um 20.15 Uhr im Ersten

02.05.2013 

Adoption und leibliche Mutterschaft – ein schwieriges Thema für alle Beteiligten. Was dies für die Adoptiveltern, die leibliche Mutter, deren Partner und vor allem das Kind bedeuten kann, zeigt „Alles für meine Tochter“.

Ines Erdmann (Ann-Kathrin Kramer), Mathematik- und Sportlehrerin an einem Kölner Gymnasium, ist bei
ihren Schülern beliebt und führt seit 14 Jahren eine glückliche Ehe mit dem Journalisten Boris (Hans-Jochen Wagner). Das Einzige, was ihnen zum Glück noch immer fehlt, ist ein Kind. Vor allem Ines macht dies schwer zu schaffen. Trotz der Zuversicht ihrer Frauenärztin nagen Selbstzweifel an ihr. Als die 16-jährige Clara (Alicia von Rittberg) neu in ihre Klasse kommt, traut Ines ihren Augen kaum: Sie ist überzeugt, in dem Mädchen ihre Tochter wieder zu erkennen, die sie aufgrund ihrer unsicheren Lebenssituation nach deren Geburt zur Adoption freigegeben hatte. All die Jahre hatte sie dieses schmerzhafte Kapitel ihres Lebens verdrängt und auch Boris nie etwas davon erzählt.
Ihre beste Freundin, Simone (Elena Uhlig), die einzige Person, die von der Geschichte weiß, rät Ines dringend, Distanz zu Clara zu halten und notfalls sogar eine Versetzung zu beantragen. Doch Ines blendet sämtliche Bedenken aus und sucht die Nähe zu dem Mädchen, das als Kind eines wohlhabenden Ärztepaares aufwächst und nichts von seiner Herkunft ahnt. Da der Teenager Probleme in der Schule hat, bitten die Adoptiveltern ausgerechnet Ines, ihrer Tochter Nachhilfe zu geben. Entgegen offizieller Vorschriften, nach denen sie ihren Schülern keine Privatstunden geben darf, willigt Ines ein – der Wunsch, ihrer Tochter auch außerhalb der Schule nahe zu sein, wiegt schwerer als
alle drohenden Konsequenzen.
Sehr schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehung. Bei ihrer Lehrerin findet Clara Verständnis und die Lockerheit, die sie bei ihren übervorsichtigen Eltern so vermisst. Je länger Ines das Versteckspiel aufrecht erhält, desto verfahrener wird die Situation. Während Boris angesichts der häufigen Abwesenheit seiner Frau eine Affäre vermutet, reagiert Claras Adoptivmutter (Johanna Gastdorf) verständnislos auf die immer stärkere Einmischung der Lehrerin in familiäre Erziehungsfragen.
Als Ines endlich den entscheidenden Schritt wagt und ihrer Tochter dieWahrheit sagt, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen.